Jahres-Chroniken 2011 - 2016

Chronik 2016

Schwerpunktthema: Zunftgeschichte Teil 8
Zunftmeister Dr. Kurt Hasler, 1948-1968

Der neunte Zunftmeister Kurt Hasler ist ein Enkel von Elias Hasler, dem ersten Zunftmeister. Er wurde 1930 von ZM Robert Schmid zum Beitritt eingeladen, und als Dr. Beat Müller 1937 Zunftmeister wird, übernimmt Kurt Hasler das Amt des Statthalters. Während seiner 20jährigen Tätigkeit wird ein neues Wappen eingeführt, die Zünfterfrauen und Angehörigen werden vermehrt in das Zunftleben einbezogen, es entsteht eine schmucke Zunftstube im Bahnhofbuffet Enge, eine Königsgruppe mit Pagen wird ausstaffiert und das Kostüm der hablichen Engemer geschaffen. Sowohl väterlicher- wie mütterlicherseits mit der Enge stark verbunden, ist es ihm wichtig, dass neue Zünfter einen Bezug haben zum Quartier. Als Statthalter und Zunftmeister hat er mehr als 30 Jahre lang die Zunft geprägt und ist - nach Beat Müller - zum zweiten Ehrenzunftmeister ernannt worden. Sein Sohn Andreas und sein Enkel Felix vertreten heute die Familie Hasler in der dritten und vierten Generation.

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Chronik 2015

Schwerpunktthema: Zunftgeschichte Teil 7
Zunftmeister Dr. Beat Müller

Der achte Zunftmeister Beat Müller ist durch seinen Vater Eugen zum Zunftverband gestossen und hat auch die Zahnarztpraxis seines Vaters weitergeführt. Als Singstudent hat er früh sein Talent als guter Redner und Verseschmied entdeckt. Er war ein gefürchteter Redner und konnte seine Pointen messerscharf ins Herz seiner Zuhöhrer bohren – was oft zu geharnischten Reaktionen führte. Als Zahnarzt war er Spezialist für Zahnprothesen und genoss einen hervorragenden Ruf. Müller schrieb ein Lehrbuch und 19 Publikationen zu diesem Thema. In seine Amtszeit fällt auch der Wechsel zu einem neuen Quartierwappen. Die Heiligen Drei Könige wurden daraus verbannt und unsere Zunft war schon bald die einzige Institution, die es weiterhin verwendete. Damit erinnern wir bis heute an Traditionen unserer früheren Gemeinde und die Dreikönigskapelle, die ihr den Namen »Wacht zu Dreikönigen« gab.

Beat Müller hat die Schaffung der Schiffskompagnie auf dem Neptun sowie die Kindergruppen Kadetten und Blumenmädchen zu Ende gebracht und die Zunft durch die Kriegsjahre geführt. Diese brachten viel Aktivdienst mit sich und manche Absenz vom Zunftbetrieb, der auch sonst von Einschränkungen betroffen war.

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Chronik 2014

Schwerpunktthema: Zunftgeschichte Teil 6

Zunftmeister Dr. Robert Schmid und Paul Benz, 1927 – 1936

Gründungszünfter Dr. Robert Schmid, Rechtsanwalt, Politiker und Patriot war ein glühender Verteidiger des Freisinn, Heimat und Vaterland. Er war zielstrebig und gradlinig und prägte das Zunftleben nicht nur durch vorbildliche Pflichterfüllung als Zunftmeister. Oft war die Zunft auch Plattform für seine politischen Zielsetzungen. Seine Schaffenskraft war fast unerschöpflich, aber eine unerwartete Blutkrankheit hat diesem unermüdlichen Schaffen viel zu früh ein Ende bereitet. Sein Nachfolger Paul Benz übernahm das Zunftmeisteramt nach 10 erfolgreichen Jahren als Statthalter. Er war bestens für das Amt gerüstet und sein Ziel war es, eine ständige Kostümgruppe einzuführen. Mitten aus diesem Plan wurde er durch zwei Hirnschläge aus dem Leben gerissen. Ein vielseitiger, liebenswürdiger und erfolgreicher Zunftfreund konnte die Kostümgruppe Schiffskompanie, die erstmals am Sechseläuten 1937 in Erscheinung trat, leider nicht mehr erleben.

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Chronik 2013

Schwerpunktthema: Zunftgeschichte Teil 5
Zunftmeister Hans Fierz, 1918–1926

Der fünfte Zunftmeister, Seidenfabrikant Hans Fierz, verlor seinen Vater, als er fünf Jahre alt war. Seine Mutter, mit 36 Jahren bereits Witwe, musste den Rebbau in Herrliberg mit Seidenweben ergänzen. Von der Arbeit seiner Mutter inspiriert erlernt Hans Fierz das Textilgewerbe. Nach Jahren im Ausland heiratet er die Bäckerstochter Wilhelmina Bosshard aus Erlenbach. 1899 Geburt des einzigen Nachkommen Hans Jakob. Hans Fierz gründet eine Kollektivgesellschaft und produziert Textilspezialitäten aus Seide an der Giesshübelstrasse, die unter der Handelsmarke „Butterfly“ bekannt werden. In der Zunft übernimmt er das Amt als Fähnrich, wird Mitglied der Unterhaltungskommission und ab 1907 im Vorstand Delegierter ZZZ. Auch dem ZZZ stellte er als Pfleger seine Dienste 14 Jahre zur Verfügung. Als er 1917 als Zunftmeister gewählt wird, erlebt die Zunft einen raschen Aufschwung. Da er überall geschätzt und beliebt ist, lässt man ihn 1926 nur sehr ungern als Zunftmeister zurücktreten. Zunehmende Probleme mit Gehör und Augenlicht zwingen ihn jedoch dazu. Er stirbt bereits 1933 im Alter von 67 Jahren.

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Chronik 2012

Schwerpunktthema: Zunftgeschichte Teil 4
Zunftmeister Leonhard Vaterlaus, 1912–1917

Der vierte Zunftmeister, Handelsgärtner und Wanderlehrer für Obstbau Leonhard Vaterlaus war – wie sein Vater – Pächter auf dem Gut Freudenberg. Er übernahm die Pacht seines Vaters kaufte im Alter von 35 Jahren Land auf der linken Seite der Bederstrasse und führte einen Musterbetrieb für Obst- und Gemüsebau. Er gründete landwirtschaftliche Vereine in der Enge und in Wiedikon und war im Auftrag des Kantons Zürich Wanderlehrer für Obstbau. Daneben war er Kommandant der Feuerwehr, Mitglied des Gemeindeausschusses, Gründungsvater der Zunft zu den Dreikönigen, Präsident des Männerchors Enge, Quästor der Gemeinnützigen Gesellschaft Enge, Präsident des Quartiervereins, Kantonasrat und Vater von 7 Kindern. Sein Vater starb im Alter von 41 Jahren, sein Zwillingsbruder im Alter von 52 Jahren und Leonhard stirbt im Alter von 67 Jahren.

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Chronik 2011

Schwerpunktthema: Zunftgeschichte Teil 3
Zunftmeister Herrmann Beerli-Bryner, 1907-1912

Der dritte Zunftmeister, Hauptmann und Bäckermeister Herrmann Beerli-Bryner war ein vielseitig interessierter und engagierter Bürger in der Enge. Er war Präsident des Männerchor, Aktuar im neugegründeten Quartierverein, aktives Mitglied im Turnverein, der Kirchgemeinde, des Samaritervereins, und der gemeinnützigen Gesellschaft. Er war Waisenrat und bekleidete politische Aemter. Zahlreich sind seine Beiträge zu aktuellen Themen aus Wirtschaft und Politik.

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