Sächsilüüte

Seit Jahrhunderten heisst die Frühlingsfeier der Zünfte "Sechseläuten", weil früher ab Frühlingsbeginn die Feierabendglocke am Grossmünster abends um 18 Uhr den Arbeitsschluss verkündete.

Im Winterhalbjahr wurde der frühen Dämmerung wegen nur bis 17 Uhr gearbeitet. Dieses froh erwartete Ereignis, der Wechsel vom trüben Winterhalbjahr zur hellen Jahreshälfte, feierten die Zünfter bei Speis, Trank und Reden, sowie gegenseitigen Besuchen auf ihren Zunftstuben.

Die beiden Umzüge, der Zug der Zünfte zum Feuer am Montag und der Kinderumzug am Sonntag entwickelten sich gegen Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihre heutige Form entstand im Laufe der letzten 100 Jahre. Das Verbrennen des "Böögg", so heisst der weisse, einem Schneemann gleichende Strohmann, der öffentlich als symbolische Wintervertreibung verbrannt wird, wurde vom einst weit verbreiteten heidnischen Frühlings-Feuerbrauch übernommen.


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